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Sommerekzem beim Pferd

Sommerekzem beim Pferd ist eine der häufigsten allergischen Hauterkrankungen und tritt vor allem in den warmen Monaten auf. Es entsteht durch eine allergische Reaktion auf den Speichel von Kriebelmücken und Gnitzen, die nach ihren Stichen eine empfindliche Hautreaktion auslösen. Ekzeme beim Pferd gehen mit starkem Juckreiz, Rötungen und Hautveränderungen einher und können das Wohlbefinden des Pferdes deutlich beeinträchtigen.

Viele Pferde reagieren besonders empfindlich auf Insektenstiche und zeigen dann ausgeprägten Juckreiz. Eine frühzeitige Beobachtung der Haut und ein angepasstes Management können helfen, das Wohlbefinden des Pferdes zu unterstützen.

Was ist Sommerekzem beim Pferd?

Das Sommerekzem tritt typischerweise in den warmen Sommermonaten auf und wird durch den Speichel von Kriebelmücken (Simuliidae) und Gnitzen (Culicoides) verursacht. Diese kleinen Insekten hinterlassen nach ihrem Stich Speichel auf der Haut. Beim sensiblen Pferd löst dieser Speichel eine allergische Reaktion aus, die sich in starkem Juckreiz äußert. Das Pferd scheuert und kratzt sich dann an Mähne, Schweif und anderen Körperstellen, wodurch Haut und Haare gereizt und geschädigt werden können.

Die ersten Symptome eines Sommerekzems beim Pferd treten oft im Alter von 2 bis 3 Jahren auf. Besonders anfällig sind Islandpferde und andere Rassen, die ursprünglich aus mückenarmen Regionen stammen.

Symptome des Sommerekzems beim Pferd

Ein Sommerekzem erkennt man am starken Juckreiz, der bei Pferden auftreten kann. Wenn Sie die folgenden Symptome erkennen, können Sie schnell und rechtzeitig handeln und geeignete Maßnahmen ergreifen, um Ihr Pferd bestmöglich zu unterstützen:

  • Juckreiz: besonders an Mähne, Schweif und Hals
  • Scheuern und Reiben: dies kann zu Haarausfall und Hautschäden führen
  • Rötung und Schwellung: die Haut wird gereizt und kann sich röten oder sogar anschwellen
  • Kleine Beulen oder Bläschen: an den betroffenen Stellen können Beulen oder Bläschen auftreten
  • Schorf und Infektionen: wenn sich das Pferd reibt und kratzt, kann die Haut aufbrechen. Dies kann zu Schorf und sogar zu Infektionen führen
  • Mähnen- und Schweifverlust: durch das ständige Scheuern verlieren betroffene Pferde oft Mähnen- und Schweifhaar

Besonders häufig betroffene Körperstellen beim Sommerekzem sind Mähnenkamm, Schweifrübe, Kruppe, Bauchnaht und Ohren. Das sind Stellen mit dünner Haut oder senkrecht wachsender Behaarung, wo die Mücken bevorzugt stechen.

Sommerekzem beim Pferd: was hilft wirklich?

Pferdehalter fragen sich oft, was beim Sommerekzem wirklich hilft. Da das Sommerekzem eine allergische Reaktion auf Insektenspeichel ist, geht es vor allem darum, den Kontakt mit den auslösenden Insekten zu vermeiden und das Pferd bestmöglich zu begleiten. Folgende Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt:

  • Ekzemerdecke: schützt zuverlässig vor Insektenstichen
  • Angepasste Stallzeiten: Pferd während der Dämmerung im Stall lassen, wenn Mücken am aktivsten sind
  • Gute Stallhygiene: trockene Weiden, saubere Wassertränken und entfernte Pferdeäpfel
  • Mückenspray: kann zusätzlich helfen, Insekten fernzuhalten
  • Sanfte Hautpflege: behutsame Pflege der gereizten Stellen
  • Tierärztliche Begleitung: bei starken Symptomen sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden

Ekzemerdecke beim Pferd

Um Mücken in Schach zu halten, wird oft eine Ekzemerdecke empfohlen. Eine Ekzemerdecke besteht aus einem dichten, atmungsaktiven Stoff, durch den die Mücken nicht stechen können. Sie gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen im Management von Pferden, die zu Sommerekzem neigen.

Vorbeugung von Sommerekzem bei Pferden

Mit den folgenden Tipps können Sie sich die Mücken fernhalten und das Risiko eines Sommerekzems beim Pferd reduzieren:

  • Mücken außerhalb des Stalls halten: Schließen Sie Fenster und Türen, vor allem wenn das Licht an ist
  • Aktivitätszeiten der Mücken beachten: lassen Sie das Pferd eine Stunde vor und nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Stall, da Mücken dann am aktivsten sind
  • Standort des Stalls: halten Sie Ställe mindestens einen halben Kilometer von Gewässern und Wäldern entfernt
  • Trockene Weiden: sorgen Sie dafür, dass die Weiden gut entwässert sind, damit sich kein stehendes Wasser ansammelt
  • Sauberes Trinkwasser: halten Sie Wassertränken sauber und füllen Sie sie regelmäßig mit frischem Wasser auf
  • Mückenspray: falls erforderlich, können Sie das Pferd zusätzlich mit Mückenspray besprühen, um Mücken fernzuhalten

Warum chinesische Kräuter?

In der traditionellen chinesischen Medizin werden Kräuter seit Jahrhunderten eingesetzt, um den Organismus ganzheitlich zu begleiten und das allgemeine Wohlbefinden des Pferdes zu unterstützen.

Viele Pferdehalter ergänzen die tägliche Fütterung ihres Pferdes mit Kräutern, um verschiedene Körperfunktionen auf natürliche Weise zu begleiten. Wenn Sie mehr über eine Kräutermischung zur ergänzenden Fütterung bei Pferden mit empfindlicher Haut erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

Bei anhaltendem Juckreiz oder Hautveränderungen sollte immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Kräuter ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.

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